Im ersten bedeutenden internationalen Schachturnier der Nachkriegszeit, ausgetragen 1946 in Groningen (  Niederlande ) kämpften 20 Spieler aus 12 Ländern um den Turniersieg des
" Staunton Memorial".
 
Eine interessante Partie versprach die Revanche zwischen A.Kotov und M. Botwinnik.  A.Kotov, der in der Landesmeisterschaft der Sowjetunion 1938 nach Botwinnik den zweiten Platz errang, bleibt auch als Autor "Lehrbuch der Schachtaktik " in Erinnerung.
Michail Botwinnik, sein Landsmann und später 3facher Weltmeister, gewann auch dieses Turnier mit 14 1/2 Punkten.
 
Mikhail Botvinnik vs. Alexander Kotov, Groningen (NED), E25,  30.08.1946, 0:1
Runde 14, Stellung nach dem 23ten Zug.

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Schwarz hatte im Sämisch Aufbau in der Nimzowitsch-Indischen -Verteidigung besser abgeschnitten und stellte mit der folgenden Kombination den Sieg sicher.

Aufgabe: Schwarz am Zug gewinnt!

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Wenn man in einer Simultanveranstaltung gegen den Weltmeister ein materiell ausgeglichenes Endspiel erreicht hat und mit einem zweizügigen Matt drohen kann, ist Freude verständlich.
Davon liess sich der einzige deutsche Weltmeister, Emanuel Lasker, nicht beeindrucken.

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Mit welcher sehenswerten Kombination erzwang er eine leicht gewonnene Stellung?

1 Tc8+ Tc8
2 Da7+ Ka7
3 bcS+ K ~
4 Se7

 

 
 
 

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Stellung nach dem 17ten Zug.  Weiss am Zug.
 
mit Sg5 oder Df4 behielte Weiss einen kleineren Stellungsvorteil. Die stereotypische Eroberung der 7 ten Reihe durch Dd7  (von Weiss) ermöglicht jedoch Schwarz durch die " höhere Priorität" der Besetzung des Zentrums eine klare Gewinnstellung.
 

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Schwarz am Zug gewinnt mit  .....   Sd4!

18 Dd7 Sd4!
19 Td4 cd
20 Db7 Lb7
21 Sd4
...
es folgte noch "eine 33 zügige Verteidigung"....
 
 
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mit 24.  ...  The8 fesselte Schwarz den weissen Se5.
nun hatte Weiss eine glänzende Riposte zur Verfügung.
 

Hätten Sie 25.  Ta6 !!  gesehen ?